DGOU - Nachbehandlungsempfehlungen
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11 -> Humeruskopf- und proximale Humerusfraktur, konservativ S42.2(0,1,2,3,4,9)

Details
Kategorie: Schulter/Oberarm

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
Unfalltag bis 3. Wo Prävention sekundärer Frakturdislokation • Anlegen eines ruhigstellenden Verbands Ruhigstellung in einer der Frakturform angepassten Schulterruhigstellung
Schaftdislokation 10-50% nach medial: Proximale Rolle
+ Schultergelenkorthese zur Immobilisierung
Schaftdislokation < 10% nach medial: Schultergelenkorthese zur Immobilisierung
Varusabkippung des Kopffragmentes > 30°: Schulterabduktionsorthese
Zwingende Kontrolle der Ruhigstellung am 1. Tag
Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglich-keiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung
Aktivierung • Anleitung zum eigenständigen aktiven Bewegen der nicht ruhiggestellten Gelenke
• Haltungsschulung
• Statische Muskelarbeit
• Aktivierung mit entsprechendem Hilfsmittel
• Edukation und Verhaltenstraining
Niedriges VTE-Risiko! 
Bei konservativer Therapie an der oberen Extremität sollte in der Regel keine (über die Basismaßnahmen hinausgehende)
VTE-Prophylaxe erfolgen (nach Leitlinie). 



Stellungskontrolle • Röntgenkontrolle in der Ruhigstellung z.B. 4., 7., 11. Tag
Abschwellende und schmerzlindernde Maßnahmen • MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
Ggf. Vorbereitung der Entlassung bzw. Organisation der Nachbehandlung/Rehabilitation
Entlassmanagement
• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung Rehabilitations-maßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege
(geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Wo Erweiterte Aktivierung • Passives/Assistives Bewegen
• Scapulamobilisation/-stabilisierung
• Statische Muskelarbeit/
Zentrierung Oberarmkopf
• Sturzprävention
• CPM Schulter
• ADL-Training
• Motorisch funktionelles
Training
Bewegung Limit 90° für Flexion
und Abduktion der Schulter
Ruhigstellung in Schultergelenkorthese
zur Immobilisierung
(ggf. Orthesenwechsel
3. Wo.)
Tägliche Therapie empfehlenswert

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 8. Wo Physiologisches Bewegungsverhalten • Assistives/Aktives Bewegen
• Aktives Bewegen
• Koordinationstraining
• Gleichgewichtstraining
• Muskelaufbautraining
• Ausdauertraining
• Bewegungsbad
Bewegung ohne Limit Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen Entwöhnung vom Hilfsmittel
ggf. Abklärung Knochendichte und evtl. Einleitung einer
Therapie bei Osteoporose
bis 10. Wo Bewegung und Belastung unter Alltagsbedingungen
Arbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten
• Muskelaufbautraining unter Einsatz von Geräten Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Stationäre/ ambulante medizinische Rehabilitation

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind ggf. bei erwerbsfähigen
Patienten notwendig
bis 12.Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung
ohne Limit
Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 4. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Zyklische Sportarten erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen
ab 6. Mo Sportfähigkeit für high impact-Sportarten • Azyklische Sportarten erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen

11 -> Humeruskopf- und proximale Humerusfraktur, operativ S42.2(0,1,2,3,4,9)

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Kategorie: Schulter/Oberarm

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung
Ggf. Anlegen der präoperativen Hilfsmittel

Niedriges VTE-Risiko!
Nach Operationen an der oberen Extremität sollte in der Regel keine (über die Basismaßnahmen hinausgehende)
VTE-Prophylaxe erfolgen (nach Leitlinie).

ab 1. Tag Aktivierung • Aufstehen über die nicht
betroffene Seite
• Haltungsschulung
• Assistives Bewegen distal
der Schulter
• Anleitung zum Eigentraining
• Edukation und Verhaltenstraining
Bewegungen distal der Schulter frei Versorgung mit erforderlichen Hilfsmitteln
Empfehlenswert sind tägliche Therapien

Abschwellende und schmerzlindernde
Maßnahmen

• MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellungen
bis 2. Woche Kontrakturenprophylaxe • Assistives/Aktives Bewegen
in alle Richtungen
• Statische Muskelarbeit/Zentrierung
Oberarmkopf
• CPM Schulter
Flexion und Abduktion Limit
90°
Rotation im schmerzarmen
Bereich
Empfehlenswert sind tägliche Therapien

Vorbereitung der Entlassung
Entlassmanagement

• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und
Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung
Rehabilitationsmaßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege (geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Woche Zunehmende Beweglichkeit • Aktives Bewegen in alle
Richtungen
• ADL-Training
Bewegung ohne Limit Entwöhnung vom Hilfsmittel
Weitere notwendige ambulante
Therapiemaßnahmen
Steigerung der Armkraft • Muskelaufbautraining Ggf. Abklärung Knochendichte,
und evtl. Einleitung einer
Therapie nach Leitlinie
bis 8. Woche Bewegung und Belastung
unter Alltagsbedingungen
Arbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten
• Intensiviertes Muskelaufbautraining
unter Einsatz
von Geräten
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur
Vollbelastung unter Alltagsbedingungen
Stationäre/ ambulante medizinische
Rehabilitation
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind
ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 12.Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung ohne Limit Ggf. medizinisch-beruflich
orientierte Rehabilitation
ab 3. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Sportartspezifisches Training Return-to-sport-Funktionstestung, ggf. Sportärztliche
Beratung

11 -> Humeruskopffraktur, operativ anatomisch endoprothetisch S42.2(0,1,2,3,4,9)

Details
Kategorie: Schulter/Oberarm

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung
Postop. Anlegen eines Abduktionskissen in ca. 40° – 60°
Abduktion und geringer Innenrotationsstellung für 4 Wochen
Vorsicht keine Extensionsstellung!

Mittleres VTE-Risiko!
Nach Implantation von Schultergelenkprothesen kann bei Trauma, bei Karzinomerkrankungen oder bei älteren Patienten oder
wenn zusätzlich dispositionelle Faktoren mit hohem Risiko vorliegen, eine medikamentöse VTEProphylaxe erfolgen (nach Leitlinie).

ab 1. Tag Aktivierung • Aufstehen über die nicht
betroffene Seite
• Haltungsschulung
• Anleitung zum Eigentraining
• Edukation und Verhaltenstraining
Bewegungen distal der Schulter
frei
Empfehlenswert sind tägliche Therapien

Abschwellende und schmerzlindernde
Maßnahmen

• MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellungen
bis 2. Woche Kontrakturenprophylaxe • Assistives/Aktives Bewegen
in alle Richtungen
• CPM Schulter
• Statische Muskelarbeit/Zentrierung
Oberarmkopf
Flexion und Abduktion Limit 60° Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen
Empfehlenswert sind tägliche Therapien Abnahme der Hilfsmittel zur Therapie

Vorbereitung der Entlassung
Entlassmanagement

• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und
Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung
Rehabilitationsmaßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege (geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen
bis 4. Woche Physiologisches Bewegungsverhalten • Assistiv geführtes Bewegen
ohne Kissen
• Aktives, hubfreies Bewegen
• Ggf. Schlingentisch
• Statische Muskelarbeit zur
Zentrierung des Gelenkkopfes
• Haltungsschulung
• ADL-Training
Bewegung schmerzabhängig
Flexion und Abduktion Limit 60°
Geführte Außenrotation Limit 20°
Innenrotation zunehmend frei

Keine weiterlaufenden Bewegungen des Schultergürtels !
Limitierte Bewegungsausmaße für 4 Wochen beibehalten, um knöcherne Einheilung der Tubercula zu ermöglichen
Empfehlenswert sind weiterhin tägliche Therapien

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Wo Verbesserung der Beweglichkeit • Assistiv geführtes Bewegen
• Koordinationstraining
Flexion und Abduktion Limit 90°
Außenrotation Limit 30°
Röntgenkontrolle
Entfernung Abduktionskissen
Anlegen Armschlinge
Stationäre/Ambulante medizinische
Rehabilitation
bis 12. Woche Steigerung zur vollen Beweglichkeit
Bewegung und Belastung
unter Alltagsbedingungen
• Aktives Bewegen ohne Limit
• Muskelaufbautraining
• Belastungssteigerung mit
langem Hebel
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Röntgenkontrolle
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 12.Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung ohne Limit Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 6. Monat Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Sportartspezifisches Training Return-to-sport-Funktionstestung, ggf. Sportärztliche Beratung

11 -> Humeruskopffraktur, operativ invers endoprothetisch S42.2(0,1,2,3,4,9), M87.22

Details
Kategorie: Schulter/Oberarm

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung Postop. Anlegen (im OP) einer Orthese (Armschlinge
oder Abduktionskissen in 15-20° Abduktion) Vorsicht keine Lagerung in Extensionsstellung!

Mittleres VTE-Risiko!
Nach Implantation von Schultergelenkprothesen kann bei Trauma, bei Karzinomerkrankungen oder bei älteren Patienten oder
wenn zusätzlich dispositionelle Faktoren mit hohem Risiko vorliegen, eine medikamentöse VTEProphylaxe erfolgen (nach Leitlinie).

ab 1. Tag Aktivierung • Aufstehen über die nicht
betroffene Seite
• Haltungsschulung
• Anleitung zum Eigentraining
• Edukation und Verhaltenstraining
• Passives und passiv /
assistives Bewegen
Bewegungen distal der Schulter frei Empfehlenswert sind tägliche Therapien

Abschwellende und schmerzlindernde
Maßnahmen

• MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellungen
bis 2. Woche Kontrakturenprophylaxe • Skapulamobilisation/
-stabilisierung
• Statische Muskelarbeit
Flexion und Abduktion Limit 90°
Rotation schmerzabhängig
Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen Empfehlenswert sind tägliche Therapien Abnahme der Hilfsmittel zur Therapie

Vorbereitung der Entlassung
Entlassmanagement

• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und
Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung
Rehabilitationsmaßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege
(geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen
bis 4. Woche Physiologisches Bewegungsverhalten • Assistiv geführtes Bewegen ohne Kissen
• Assistives/Aktives Bewegen
• Statische Muskelarbeit zur Zentrierung des Gelenkkopfes
• Bewegungsbad
• ADL-Training
Flexion und Abduktion Limit 90° Rotation ohne Limit

Keine weiterlaufenden Bewegungen des Schultergürtels !
Empfehlenswert sind weiterhin tägliche Therapien
Abtrainieren der Orthese

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Wo Verbesserung der Beweglichkeit • Aktives Bewegen
• Koordinationstraining
• Muskelaufbautraining
Flexion und Abduktion Limit 90° Röntgenkontrolle
Ambulante/Stationäre medizinische Rehabilitation
bis 12. Woche Steigerung zur vollen Beweglichkeit
Bewegung und Belastung unter Alltagsbedingungen
• Belastungssteigerung mit langem Hebel
• Zunehmende Stützbelastung
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Röntgenkontrolle
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind
ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 16.Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung
ohne Limit
Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 6. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Sportartspezifisches Training Return-to-sport-Funktionstestung, ggf. Sportärztliche
Beratung

11 -> Rotatorenmanschettenrekonstruktion S46.0

Details
Kategorie: Schulter/Oberarm

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung
Ggf. Anlegen der präoperativen Hilfsmittel

Niedriges VTE-Risiko!
Nach Operationen an der oberen Extremität sollte in der Regel keine (über die Basismaßnahmen hinausgehende) VTE-Prophylaxe erfolgen (nach Leitlinie).

ab 1. Tag Aktivierung • Aufstehen über die nicht
betroffene Seite
• Haltungsschulung
• Skapulakontrolle
• Passives Bewegen der Schulter
• Aktives Bewegen distal der Schulter
• CPM Schulter
• Pendelübungen in Flexion
• Anleitung zum Eigentraining
• Edukation und Verhaltenstraining
Immobilisation als Schutz in 15-45° Abduktion
Frühe passive Bewegungen und CPM-Behandlung der Schulter können angewandt werden.
Limit 30° Außenrotation/90° Flexion und Abduktion im
schmerzfreien Bereich, keine Adduktion
(Vorsicht bei Subscapularis Refixation!)
Der Schutz vor zu früher aktiver Belastung kann mittels Ruhigstellung in einer Orthese / Armabduktionskissen umgesetzt werden.
Hilfsmittel darf zum Essen, Duschen und für die Physiotherapie abgenommen werden.

Abschwellende und schmerzlindernde
Maßnahmen

• MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellungen
bis 2. Woche

Vorbereitung der Entlassung
Entlassmanagement

• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und
Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung
Rehabilitationsmaßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege
(geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen
bis 4. Woche Zunehmendes physiologisches Bewegungsverhalten • Bewegungsbad
• (Bewegungslimitation beachten!)
ausschließlich passives Schulter Übungsprogramm
Außenrotation auf 30°, Flexion und Abduktion auf 90° im
schmerzfreien Bereich limitiert.
Keine Adduktion.

Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege Ggf. geriatrische Frührehabilitation

bis 6. Woche Kontrakturenprophylaxe • ADL-Training
• Ab der 4. Woche Assistives/
Aktives Bewegen schmerzabhängig
Passive Flexion Limit 90°
Passive Abduktion mit anliegender Scapula Limit 90°
Passive Außenrotation und Innenrotation mit anliegender
Scapula Limit 45°
Empfehlenswert sind tägliche Therapien
Abnahme des Hilfsmittels

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 12. Woche Endgradige passive Beweglichkeit
Aktives Erreichen des vollen
möglichen Bewegungsausmaßes
• Assistives/Aktives Bewegen
in alle Richtungen
• Ggf. CPM Schulter
Bewegungsausmaß ohne Limit unter Beachtung des „low level loading” Phase der Sehnenheilung und
des Remodeling
Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag,
Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Ausdauertraining
• Koordinationstraining
• ADL-Training
• Bewegungsbad
Vollbelastung unter Alltagsbedingung Stationäre/Ambulante medizinische
Rehabilitation
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind
ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 18.Woche Freie funktionelle Beweglichkeit im schmerzfreien Bereich
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren (bis schweren Tätigkeiten)
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Belastung
ohne Limit
Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
Beachtung der beruflichen Anforderungen
ab 6. Mo Arbeitsfähigkeit bei schweren Tätigkeiten • Funktionstraining, Rehasport,
Rehanachsorge
Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Sportartspezifisches Training Return-to-sport-Funktionstestung, ggf. Sportärztliche
Beratung
  1. 11 -> Schulterinstabilität, hintere, operativ S43.02 oder M24.21
  2. 11 -> Schulterinstabilität, vordere, operativ S43.01 oder M24.21
  3. 11 -> Proximale Bicepssehnenpathologie, operative Tenodese S46.1, S46.2 oder S46.9
  4. 12 -> Humerusschaftfraktur, operativ S42.3

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NBE- Navigation

Bescken

  • 61 -> Beckenfraktur, stabil, konservativ S32.1 oder S32.3 oder S32.5 oder S32.8(1,2,3,9)

Hand

  • 7 -> Fingerfraktur, konservativ S62.5(0,1,2) oder S62.6(0,1,2,3) oder S62.7

Teil A: Grundlagen

  • Ziele der postoperativen und frühzeitigen therapeutischen Maßnahmen

Teil B: Nachbehandlungsempfehlungen

  • Teil B: Nachbehandlungsempfehlungen

Wirbelsäule

  • 5 -> HWS-Fraktur, operativ S12.0 oder S12.1 oder S12.2(1,2,3,4,5)

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