ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
Unfalltag bis 3. Wo Prävention sekundärer Frakturdislokation • Anlegen eines ruhigstellenden Verbands Ruhigstellung in einer der Frakturform angepassten Schulterruhigstellung
Schaftdislokation 10-50% nach medial: Proximale Rolle
+ Schultergelenkorthese zur Immobilisierung
Schaftdislokation < 10% nach medial: Schultergelenkorthese zur Immobilisierung
Varusabkippung des Kopffragmentes > 30°: Schulterabduktionsorthese
Zwingende Kontrolle der Ruhigstellung am 1. Tag
Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglich-keiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung
Aktivierung • Anleitung zum eigenständigen aktiven Bewegen der nicht ruhiggestellten Gelenke
• Haltungsschulung
• Statische Muskelarbeit
• Aktivierung mit entsprechendem Hilfsmittel
• Edukation und Verhaltenstraining
Niedriges VTE-Risiko! 
Bei konservativer Therapie an der oberen Extremität sollte in der Regel keine (über die Basismaßnahmen hinausgehende)
VTE-Prophylaxe erfolgen (nach Leitlinie). 



Stellungskontrolle • Röntgenkontrolle in der Ruhigstellung z.B. 4., 7., 11. Tag
Abschwellende und schmerzlindernde Maßnahmen • MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
Ggf. Vorbereitung der Entlassung bzw. Organisation der Nachbehandlung/Rehabilitation
Entlassmanagement
• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung Rehabilitations-maßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege
(geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Wo Erweiterte Aktivierung • Passives/Assistives Bewegen
• Scapulamobilisation/-stabilisierung
• Statische Muskelarbeit/
Zentrierung Oberarmkopf
• Sturzprävention
• CPM Schulter
• ADL-Training
• Motorisch funktionelles
Training
Bewegung Limit 90° für Flexion
und Abduktion der Schulter
Ruhigstellung in Schultergelenkorthese
zur Immobilisierung
(ggf. Orthesenwechsel
3. Wo.)
Tägliche Therapie empfehlenswert

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 8. Wo Physiologisches Bewegungsverhalten • Assistives/Aktives Bewegen
• Aktives Bewegen
• Koordinationstraining
• Gleichgewichtstraining
• Muskelaufbautraining
• Ausdauertraining
• Bewegungsbad
Bewegung ohne Limit Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen Entwöhnung vom Hilfsmittel
ggf. Abklärung Knochendichte und evtl. Einleitung einer
Therapie bei Osteoporose
bis 10. Wo Bewegung und Belastung unter Alltagsbedingungen
Arbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten
• Muskelaufbautraining unter Einsatz von Geräten Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Stationäre/ ambulante medizinische Rehabilitation

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind ggf. bei erwerbsfähigen
Patienten notwendig
bis 12.Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung
ohne Limit
Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 4. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Zyklische Sportarten erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen
ab 6. Mo Sportfähigkeit für high impact-Sportarten • Azyklische Sportarten erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen