DGOU - Nachbehandlungsempfehlungen
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Details
Kategorie: Wirbelsäule

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten

Schmerzreduzierende Lagerung Cervicalstütze für max. 1 Woche bei dorso-ventraler Versorgung,
bei isolierter ventraler Plattenosteosynthese bis 6 Wochen

 

Mittleres VTE-Risiko!
Patienten mit Wirbelsäulenverletzungen sollen unter Abwägung des Blutungsrisikos eine medikamentöse Prophylaxe mit NMH erhalten, ggf. in Kombination mit physikalischen Maßnahmen. Bei hohem Blutungsrisiko (z.B. nach Laminektomie oder bei intraspinalem Hämatom) sollte alternativ zur medikamentösen Prophylaxe eine intermittierende pneumatische Kompression IPK zur Anwendung kommen (nach Leitlinie).

ab 1. Tag Aktivierung • Anleitung zum En-blocDrehen
• Aufstehen über Seitenlage
• Atemtherapie
• Edukation und Verhaltenstraining
• Anleitung zum Eigentraining

Schmerzabhängige und wirbelsäulengerechte Aktivierung aus dem Bett

bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellungen
• Ggf. neurologische Kontrolluntersuchung
bis 2. Woche

Erweiterte Aktivierung

• Aktives Bewegen untere
und obere Extremität aus
Rückenlage
• Gangschule
• Haltungsschule
Bewegung im schmerzarmen Bereich Tägliche Therapie in den ersten Wochen empfehlenswert
Vorbereitung der Entlassung Entlassmanagement • ADL-Abklärung • Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln • Antragsstellung/ Einleitung Rehabilitationsmaßnahme Überprüfung der Notwendigkeit: Kurzzeitpflege (geriatrische) Frührehabilitation Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Wo Physiologisches Bewegungsverhalten • Treppensteigen
• Haltungs- und Rückenschule
• Stabilisationstraining
• Kontrolliertes Bewegen der
HWS
• Koordinationstraining
• Gleichgewichtstraining
• Ausdauertraining
• ADL-Training
• Sturzprävention
• Bewegungsbad
Schmerzadaptierte Bewegung der Extremitäten und nicht betroffener Wirbelsäulenabschnitte

Tägliche Therapie empfehlenswert Überprüfung der Notwendigkeit der Cervicalstütze Stationäre/Ambulante medizinische Rehabilitation

6. Wo

Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellungen

 

bis 12. Woche

Bewegung und Belastung unter Alltagsbedingungen

Arbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten

• Erweiterte Gangschule
(unebenes Gelände, Gehparcours,…)
• Intensiviertes Krafttraining
unter Einsatz von Geräten
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind
ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 16. Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung ohne Limit Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 6. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Sportartspezifisches Training Sportärztliche Beratung empfohlen
ab 9. Mo Sportfähigkeit für high impact-Sportarten • Sportartspezifisches Training Sportärztliche Beratung empfohlen

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  • 61 -> Beckenfraktur, stabil, konservativ S32.1 oder S32.3 oder S32.5 oder S32.8(1,2,3,9)

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