ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten

Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung 

 

Hohes VTE-Risiko!
Patienten mit operativ versorgten Verletzungen der Knochen und/oder mit fixierenden Verbänden, d.h. immobilisierenden Hartverbänden oder gleich wirkenden Orthesen an der unteren Extremität sollten neben Basismaßnahmen eine medikamentöse VTE-Prophylaxe erhalten. Eine frühzeitige Operation bei Verletzungen, Frühmobilisation und Anleitung zur Eigenaktivierung der Wadenmuskulatur gehören zu den Basismaßnahmen, die alle Patienten erhalten sollen. Die medikamentöse Prophylaxe sollte bis zur Entfernung des fixierenden Verbandes bzw. bis zum Erreichen einer Teilbelastung von 20kg und einer Beweglichkeit von 20° im oberen Sprunggelenk durchgeführt werden. (nach Leitlinie)

ab 1. Tag Aktivierung • Aufstehen über die betroffene Seite
• Assistives/Aktives Bewegen
• Statische Muskelarbeit
• Edukation und Verhaltenstraining
• Anleitung zum Eigentraining
• CPM Knie
• EMS

Limit 0-0-60

Teilbelastender Gang im Dreipunktegang

Versorgung mit erforderlichen Hilfsmitteln ggfs. Kompressionsstrumpf lang

Abschwellende und schmerzlindernde
Maßnahmen

• MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände oder Ruhigstellung
bis 2. Woche

Vorbereitung der Entlassung
Entlassmanagement

• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und
Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung
Rehabilitationsmaßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege
(geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 4. Wo Physiologisches Bewegungsverhalten • Patellamobilisation
• Muskelaufbautraining
• Treppensteigen
• Gangschule
• Bewegungsbad
• Koordinationstraining
• Gleichgewichtstraining
Steigerung der Beweglichkeit über 90°

Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen

bis 6. Wo Physiologisches Bewegungsverhalten • Stabilisationstraining
• Ausdauertraining
Knieflexion über 120° Steigerung zur Vollbelastung nach Röntgenkontrolle

 

bis 12. Woche

Bewegung und Belastung unter Alltagsbedingungen

Arbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten

• Erweiterte Gangschule
(unebenes Gelände, Gehparcours,…)
• Muskelaufbautraining unter
Einsatz von Geräten
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Stationäre/Ambulante medizinische Rehabilitation
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind
ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 16. Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Bewegung und Belastung ohne Limit Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 4. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Zyklische Sportarten im Ausdauerbereich erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen
ab 6. Mo Sportfähigkeit für high impact-Sportarten • Azyklische Sportarten erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen