ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
OP-Tag Vermeidung von Komplikationen • Schmerzreduktion
• Kreislaufstabilisierung
• Pneumonieprophylaxe
• Dekubitusprophylaxe
Aktivierung aus dem Bett nach individuellen Möglichkeiten Schmerzreduzierende und abschwellende Lagerung 

Hohes VTE-Risiko!
Patienten mit großen orthopädischen oder unfallchirurgischen Eingriffen an der Hüfte sollen neben Basismaßnahmen eine medikamentöse VTE-Prophylaxe erhalten. Zusätzlich zur medikamentösen Prophylaxe können physikalische Maßnahmen - medizinische Thromboseprophylaxestrümpfe (MTPS), intermittierende pneumatische Kompression (IPK) - eingesetzt werden. Die medikamentöse Prophylaxe soll 28 - 35 Tage durchgeführt werden.

ab 1. Tag Aktivierung • Aufstehen über die betroffene Seite
• Aktivierung mit entsprechendem Hilfsmittel
• Aktives/Assistives Bewegen
untere Extremität
• Statische Muskelarbeit
• Anleitung zum Eigentraining
• Edukation und Verhaltenstraining
Schmerzabhängige Mobilisierung/Aktivierung Belastungsstabilität der Osteosynthese muss gegeben sein! Vollbelastender Gang im Dreipunktegang Versorgung mit erforderlichen Hilfsmitteln ggfs. Kompressionsstrumpfhose

Abschwellende und schmerzlindernde
Maßnahmen

• MLD
• Kompressionstherapie
• Kryotherapie
Ggf. IPK
bis 2. Tag Kontrolle der Wundheilung • Verbandswechsel
• Entfernung der Drainagesysteme
bis 3. Tag Kontrolle des OP-Ergebnisses • Röntgenkontrolle ohne störende Verbände, ggf. sonographische Wundkontrollen
bis 2. Woche Erweiterte Aktivierung • Aktives Bewegen untere
Extremität
• Oberkörpertraining
• Treppensteigen
Bewegung im schmerzarmen Bereich Tägliche Therapie empfehlenswert

Vorbereitung der Entlassung
Entlassmanagement

• ADL-Abklärung
• Verordnung von Heil- und
Hilfsmitteln
• Antragsstellung/ Einleitung
Rehabilitationsmaßnahme
Überprüfung der Notwendigkeit:
Kurzzeitpflege
(geriatrische) Frührehabilitation
Ambulante oder Stationäre Rehamaßnahmen

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 6. Wo Physiologisches Bewegungsverhalten • Gangschule zur Vollbelastung
• Muskelaufbautraining
• Ausdauertraining
• Koordinationstraining
• Gleichgewichtstraining
• ADL-Training
• Sturzprävention
• Bewegungsbad
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit

Stationäre/Ambulante medizinische Rehabilitation Überprüfung der Hilfsmittelversorgung (z.B. Hüftprotektoren) Ggf. Abklärung Knochendichte und evtl. Einleitung einer Therapie

bis 16. Woche Bewegung und Belastung unter Alltagsbedingungen Arbeitsfähigkeit bei leichten Tätigkeiten • Erweiterte Gangschule
(unebenes Gelände, Gehparcours,…)
• Muskelaufbautraining unter
Einsatz von Geräten
Belastungssteigerung nach individueller Fähigkeit bis zur Vollbelastung unter Alltagsbedingungen Weitere notwendige ambulante Therapiemaßnahmen
Übergang zur Trainingsstabilität in Abhängigkeit von klinischen- und Röntgenbefunden
Erkennen von Störungen im Heilverlauf und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Vermeidung von Pflegebedürftigkeit
Rehabilitative Maßnahmen im Rahmen der Trainingsstabilität und der beruflichen Wiedereingliederung sind
ggf. bei erwerbsfähigen Patienten notwendig

ZeitBehandlungszielMaßnahmenBelastung/BewegungsausmaßBemerkung
bis 20. Wo Teilhabe:
Wiedereingliederung Alltag, Gesellschaft und Beruf
Arbeitsfähigkeit bei mittelschweren
bis schweren Tätigkeiten
• Funktionstraining Rehasport
Rehanachsorge
• ggf. Belastungserprobung,
Arbeitstherapie
Ggf. medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation
ab 5. Mo Sportfähigkeit für low impact-Sportarten • Zyklische Sportarten im Ausdauerbereich erlaubt
ab 6. Mo Sportfähigkeit für high impact-Sportarten • Azyklische Sportarten erlaubt Sportärztliche Beratung empfohlen